Ziele und Maßnahmen

Bayern ist mobil

Bayern ist ein Flächenland, in Bayern sind wir auf Mobilität angewiesen. Sichere Mobilität ist deshalb für die Bayerische Staatsregierung ein besonderes Anliegen – sie ist aber auch eine Aufgabe, die jeden von uns angeht. Schon in den vergangenen Jahren haben wir dabei viel erreicht. Die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen umkam, ist in den vergangenen zehn Jahren insgesamt gesunken.

Mit dem neuen bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm wollen wir an unsere bisherige Arbeit und unsere bisherigen Erfolge anknüpfen. Wir wollen auch bewusst neue Wege beschreiten. Das Verkehrssicherheitsprogramm 2020 "Bayern mobil - sicher ans Ziel" können Sie hier herunterladen (PDF, 134 KB).

Unsere Ziele

Bis zum Jahr 2020 wollen wir:

  1. Die Zahl der Verkehrstoten um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011 auf unter 550 senken.
  2. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle und der Verletzten auf Bayerns Straßen weiter reduzieren.
  3. Die Sicherheit auf Landstraßen erhöhen.
  4. Besondere Unfallgefahren bekämpfen.
  5. Besonders gefährdete Gruppen wie Kinder, Fußgänger und Radfahrer besser schützen.
  6. Die Bedürfnisse älterer Menschen und von Menschen mit Behinderungen in den Fokus rücken.
  7. Mehr Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer untereinander erreichen!

Unsere Strategie

Um mehr Verkehrssicherheit zu erreichen, werden wir:

  1. Ein Paket aus Prävention, Verkehrsüberwachung und Straßenbau zusammenwirken lassen.
  2. Die Arbeit von Polizei, den Straßenverkehrs- und den Straßenbaubehörden eng vernetzen.
  3. Unsere Maßnahmen möglichst genau den verschiedenen Zielgruppen, Unfallschwerpunkten und Unfallzeiten anpassen.
  4. Unfallbrennpunkte und Gefahrenstellen systematisch untersuchen, Unfallhäufungen konsequent reduzieren.
  5. Den Straßenraum, Markierungen und Beschilderungen verbessern.
  6. Den Kontakt zu Verbänden, Fahrzeugherstellern und allen Akteuren, die zur Verkehrssicherheit beitragen können, intensivieren.
  7. Die Arbeit der Unfallkommissionen und Sicherheitsauditoren vor Ort fortsetzen.

Unsere Schwerpunkte

Das Verkehrssicherheitsprogramm sieht 32 Maßnahmen vor, die bis 2020 umgesetzt werden sollen. Die unterschiedlichen Maßnahmen orientieren sich dabei an vier Themenfeldern, die jeweils zentrale Aspekte der Verkehrssicherheit abdecken und zusammen einen ganzheitlichen Ansatz in der Verkehrssicherheitsarbeit verfolgen:

  • Information, Verkehrssteuerung und Fahrzeugausstattung - einige Beispiele für moderne Informationssysteme und neue Technologien:
    • Schnelle und aktuelle Verkehrsinformationen bedeuten: Gefahr erkannt = Gefahr gebannt.
    • Intelligente Verkehrsleitsysteme ausbauen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und Staus zu vermeiden.
    • Fahrerassistenzsysteme bedeuten Sicherheit. Die Fahrzeugindustrie wird bei der Unfallforschung unterstützt.
  • Wahrnehmung und Wahrnehmbarkeit - einige Beispiele für bessere Sicht und bessere Sichtbarkeit:
    • Mehr Schutz für Kinder, Radfahrer und Motorradfahrer, die im Verkehr leicht übersehen werden.
    • Die richtige Beleuchtung an Fahrrädern ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern rettet Leben.
    • Zu viele Schilder lenken ab, deshalb den Schilderwald lichten.
    • Gutes Sehen ist im Straßenverkehr besonders wichtig, deshalb sind regelmäßige freiwillige Sehtests sinnvoll.
  • Infrastruktur und Verkehrsraumgestaltung - einige Beispiele für gebaute Verkehrssicherheit:
    • Mehr barrierefreie, beleuchtete Fußgängerüberwege und längere Grünphasen an Fußgängerampeln.
    • Das Radwegenetz weiter ausbauen, weniger Wechsel der Straßenseiten bei den Radwegen und mehr Sichtbarkeit für Radler an Kreuzungen.
    • Den Bereich neben den Landstraßen sicherer machen, damit weniger passiert, wenn Autos von der Straße abkommen.
    • Kreuzungen mit Unfallschwerpunkten umbauen.
    • Motorradstrecken sicherer machen.
    • Mehr Lkw-Parkplätze auf den Autobahnen.
  • Recht und Überwachung - einige Beispiele für die Bedeutung der Kontrolle und Überwachung, damit Unfälle vermieden werden:
    • Hauptunfallursachen sind vor allem zu hohe Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer. Die Polizei schreitet weiterhin konsequent ein.
    • Neue Entwicklungen erfordern neue Verkehrsregeln, zum Beispiel die so genannten Pedelecs und E-Bikes.

Aktuell: Fünfter Bayerischer Blitzmarathon

Lasergerät
© Bayerns Polizei

Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann startet am Mittwoch, den 19. April, um 6 Uhr den fünften Bayerischen Blitzmarathon gegen Raser. Die Bayerische Polizei führt die bayernweit verstärkten Geschwindigkeitskontrollen bis Donnerstag, den 20. April, 6 Uhr durch. Insgesamt rund 1.900 Polizistinnen und Polizisten sowie 50 Messtechniker der Gemeinden und Zweckverbänden der kommunalen Verkehrsüberwachung kontrollieren die Geschwindigkeit an mehr als 1.900 möglichen Messstellen in ganz Bayern. Alle Messstellen finden Sie hier. Mehr ...

Aktuell: Halbzeitbilanz zum Verkehrssicherheitsprogramm 2020

Verkehrssicherheitskonferenz 2016: Podiumsdiskussion mit Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Weniger Verkehrstote, aber mehr Verkehrsunfälle: Im Mittelpunkt der 5. Bayerischen Verkehrssicherheitskonferenz in München stand die Halbzeitbilanz zum Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm 2020 'Bayern mobil – sicher ans Ziel'. Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann ist zuversichtlich, dass vor allem bei den Verkehrstotenzahlen das bis 2020 gesteckte Ziel, die Zahl auf unter 550 zu bringen, erreicht werden kann. Seit Start des Programms im Jahr 2011 sank die Zahl der Verkehrstoten in Bayern von damals 780 um gut ein Fünftel auf 614 im Jahr 2015, dem niedrigsten Stand seit Beginn der Verkehrsunfallaufzeichnungen. Mehr ...