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Radfahrer

Befestigen eines Fahrradhelmes © Jörn Buchheim - Fotolia.com

Befestigen eines Fahrradhelmes

Radfahrer – mobil und sicher

Das Verkehrssicherheitsprogramm sieht insgesamt 32 Maßnahmen vor, die bis 2020 umgesetzt werden sollen. Die unterschiedlichen Maßnahmen orientieren sich dabei an vier Themenfeldern, die jeweils zentrale Aspekte der Verkehrssicherheit abdecken und zusammen einen ganzheitlichen Ansatz in der Verkehrssicherheitsarbeit verfolgen. Für die Radfahrer bedeutet das:

Information, Verkehrssteuerung und Fahrzeugausstattung

Mit technischen Lösungen lassen sich viele Gefahren des Straßenverkehrs vermeiden oder zumindest stark reduzieren. Unfälle zwischen Kraftfahrzeugen und Radfahrern haben oft schwerste Folgen. Dort wo sich Rad- und Kraftfahrzeugverkehr kreuzen, trägt eine optimierte Verkehrssteuerung zu mehr Verkehrssicherheit bei. Neue Assistenz- und Sicherheitssysteme sorgen dafür, dass die Fahrer rechtzeitig reagieren oder Unfallfolgen gering halten können. Mit einer effizienten Verkehrssteuerung können hochbelastete Strecken entlastet werden. Das verbessert den Verkehrsablauf und die Sicherheit.

  • richtiges Verhalten im Straßenverkehr: Mehr Information und Öffentlichkeitsarbeit
    • jährliche Landestage der Verkehrssicherheit
    • themen- und medienspezifische Ansprache der verschiedenen Zielgruppen, beispielsweise zum sicheren Umgang mit Pedelecs und E-Bikes
    • Verkehrssicherheitskonferenzen zu wechselnden Themen
    • stärkere TV-Präsenz des Themas Verkehrssicherheit
  • Optimierung der Ampelanlagen an Kreuzungen, an Fußgänger- und Radfahrerquerungen
    • Verbesserung der Ampelschaltungen (z.B. verkehrsabhängige Steuerung)
    • Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Menschen und von Menschen mit Behinderungen

Wahrnehmung und Wahrnehmbarkeit

Sehen und gesehen werden ist für Fahrradfahrer die wichtigste Sicherheitsvorkehrung. Neben dem
Abbau des Schilderwalds und hochwertige Beschilderungen und Markierungen ist dabei auch Eigenverantwortung, z.B. bei der Bekleidungswahl gefragt.

  • weniger Verkehrszeichen - bessere Verkehrszeichen
    • Aktion "Licht im Schilderwald" - Bürger melden überflüssige oder unlesbare Verkehrszeichen
    • systematische Lichtung des Schilderwalds durch die Straßenverkehrsbehörden
    • gute Sichtbarkeit auch nachts und bei schlechtem Wetter
  • gute Markierungen
    • Überprüfung durch die Straßenbauverwaltung
  • themenspezifische Verkehrsschauen
    • Verkehrsschauen z.B. zu Radverkehr, Bahnübergang, Wegweisung, Schulwegsicherheit
    • Nachtverkehrsschauen an Autobahnen, Bundes-, Staats- und Kreisstraßen
    • Wegweisungsschauen an Landstraßen (außerorts) und Hauptverkehrsstraßen (innerorts)
  • bessere Sichtbarkeit von Fußgängern, Radfahrern und Motorradfahrern
    • Werbung für gut sichtbare, auffällige Kleidung v.a. von Fußgängern, Radfahrern, Kindern, Senioren
    • Beleuchtung
    • Verbesserung der Beleuchtung an Fußgängerüberwegen
    • freie Sicht für alle Beteiligten an Kreuzungen, Einmündungen und Querungsstellen
    • Überprüfung der Sichtbarkeit auf Radwegen

Infrastruktur und Verkehrsraumgestaltung

Gebaute Verkehrssicherheit bedeutet gute Planung und sichere Ausgestaltung der Verkehrsflächen. Die staatliche Straßenbauverwaltung wird hier jährlich je 20 Millionen Euro auf den Bundesfern- und den Staatsstraßen investieren und dabei auch die Sicherheit für den Radverkehr verbessern.

  • an Landstraßen: Bessere Erkennbarkeit von Kreuzungen
    • Bau von Verkehrsinseln
    • bessere Wegweiser
  • beleuchtete, barrierefreie Zebrastreifen und Querungshilfen für Fußgänger
    • bedarfsgerechter Ausbau in Zusammenarbeit mit den Kommunen
    • Umsetzung der Bedürfnisse von Kindern, älterer Menschen und Menschen mit Behinderungen
  • auf Radwegen: mehr Sicherheit durch Erkennbarkeit
    • Verbesserung der Sicht an Kreuzungen mit Radverkehrsanlagen
    • Einrichtung von sicheren Querungsstellen für Radfahrer
  • Ausbau des Radwegenetzes
    • Ergänzung des Radwegenetzes und Schließen von Lücken
    • Verbesserung der Radwegführung an Kreuzungen und von Radwegquerungen

Recht und Überwachung

Bei allgemeiner Beachtung der geltenden Verkehrsregeln ließe sich ein Großteil der Verkehrsunfälle vermeiden. Dies gilt auch im Bereich des Radverkehrs. Die Verkehrsüberwachung soll die Regeleinhaltung gewährleisten und dient damit der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Dabei werden sowohl die Regeln zum Schutz der Radfahrer als auch das richtige Verhalten der Radfahrer selbst überwacht.

  • verstärkte Verkehrsüberwachung durch Polizei und Kommunen
    • wegen Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen sowie Sicherheitsabstand
    • Schutz des Rad- und Fußgängerverkehrs
    • Schwerpunktaktionen Radverkehr
    • technischer Zustand der Fahrzeuge
  • Reduzierung der Geschwindigkeit an bestimmten Stellen und zu bestimmten Zeiten
    • innerorts: erleicherte Anordnung von Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten, Behinderten- und Senioreneinrichtungen
    • außerorts: Tempolimits an erkannten Gefahrenstellen

Aktuell: Ergebnisse der Internetumfrage zum Radverkehr

Fahrrad-Symbol auf einem Radweg © bumann - Fotolia.com

Wie soll der Radverkehr in Bayern gefördert werden? Die Ergebnisse unserer großen Internetumfrage sind jetzt verfügbar. Besonders wichtig ist vielen Radlern das Thema Verkehrssicherheit. Hier gilt es vor allem, alle Verkehrsteilnehmer zu einem rücksichtsvollen Miteinander im Verkehr anzuhalten und bauliche Mängel der Infrastruktur zu beseitigen. Mehr ...

Aktuell: Radverkehr weiter fördern

Verkehrsminister Joachim Herrmann bei der Enthüllung einer Radwegebeschilderung in Nürnberg © Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Verkehrsminister Joachim Herrmann will den Radverkehr weiter fördern, das Angebot an Radwegen ausbauen, den Radverkehr besser mit anderen Verkehrsträgern verknüpfen und auch die Sicherheit des Radverkehrs verbessern. In den Ausbau der Radwege in Bayern will Herrmann in den nächsten fünf Jahren weitere 200 Millionen Euro investieren. 8.000 Kilometer Radwege entlang der Bundes- und Staatsstraßen stehen derzeit zur Verfügung. Mehr ...